Eine der zum deutschen Staatsgebiet zählenden nordfriesischen Inseln ist die schöne Insel Föhr. Die vermeintliche Bedeutung des Namens Föhr leitet sich etymologisch sicherlich aus maritimen Begriffen ab. Andere Quellen sprechen davon, dass der Ursprung des Namens auf das friesische “feer” zurück geht, was soviel wie unfruchtbar oder karg bedeutet. Die Insel Föhr liegt eingebettet zwischen den anderen nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Pellworm sowie dem Festland der schleswig-holsteinischen Küste und den Halligen. Flächenmäßig ist sie die größte der genannten Inseln und weist die höchste Bevölkerungszahl auf. Ihre Fläche beträgt mehr als 80 Quadratkilometer, die von über 8500 Einwohnern bewohnt werden. Das ergibt einen Schnitt von etwa 100 Einwohnern auf den Quadratkilometer. Föhr trägt auch den Beinamen “Grüne Insel”, was eigentlich der Herleitung ihres Namens widerspricht. Bis zum Jahre 1362 war die Insel noch Teil des Festlandes. Eine riesige Sturmflut riss im Januar jenen Jahres die Insel vom Festland ab.
Wie die benachbarten Inseln auch ist Föhr ein sehr beliebtes Ziel für Urlauber. Vom Hafen in Wyk, dem Hauptort der Insel, zieht sich ein etwa 15 km langer Sandstrand vom Südrand bis zur Mitte der westlichen Küste. Der Nationalpark Wattenmeer ist ebenso ein beliebtes Ziel vieler Touristen, wobei hier ganz besonders Wert auf einen sanften Tourismus gelegt wird. Die einzige Stadt ist der schon erwähnte Hauptort Wyk, der als Nordseeheilbad anerkannt ist. Weiterhin gibt es 16 Inseldörfer, die in 11 Gemeinden zusammengefasst sind. Neben dem Tourismus sind die Landwirtschaft (Weidewirtschaft) und die Muschelfischerei die Haupteinnahmequellen der einheimischen Bevölkerung.
Der Fährhafen von Wyk wird mehrmals täglich von Fähren vom Festlandshafen Dagebüll aus und von der Insel Amrum (Wittdün) angelaufen. Von Dagebüll aus besteht ein Bahnanschluss nach Hamburg. Für die Touristen werden in der Sommersaison Fahrten auf Pferdewagen durch das Wattenmeer zu den Halligen angeboten. Ein Busunternehmen betreibt eine Ringlinie, die entgegen und mit dem Uhrzeigersinn von Wyk aus alle Dörfer der Insel anfährt. Auf dem Luftwege ist Föhr über den Verkehrslandeplatz bei Wyk mit kleineren Flugzeugen zu erreichen.